Was ist die Peyronie-Krankheit ?




Die Peyronie-Krankheit ist eine mehr oder weniger längs des Penis oder tief ins Gewebe ausgedehnte Sklerose der Schwellkörper, die eine Verkrümmung des Penis oder auch eine erektile Dysfunktion nach sich zieht. Sie wird oft als Krankheit » des krummen Penis » bezeichnet. Jedoch ist anzumerken, dass es natürlich gekrümmte Penisse gibt, die Schmerzen oder Unbehagen beim Sexualakt hervorrufen können. Es gibt auch kongenitale Fehlbildungen, die operiert werden können, wenn es der Urologe für nötig erachtet.



 

3 bis 9 % der männlichen Bevölkerung ist von der Peyronie-Krankheit betroffen.

5 bis 10 % der Männer mit Peyronie-Krankheit haben eine Form, die Deformationen oder schwere Beeinträchtigungen zur Folge hat (Quelle : Kommittee für Andrologie des Französischen Verbands für Urologie AFU).

Die Krankheit tritt im Durchschnitt zwischen dem 53. und 55.

Lebensjahr auf, kann aber in jedem Alter, von der Pubertät bis ans Lebensende, in Erscheinung treten.

Nur ein Urologe kann die Diagnose stellen, jedoch kann ein Mann die Symptome selbst konstatieren, besonders wenn er eine Erektion hat, am Morgen oder beim Sexualakt.

  • Eines der Hauptsymptome ist ein heftiger oder diffuser Schmerz beim Verkehr, der aber auch in schlaffem Zustand, wenn der Penis nicht erigiert ist, auftreten kann.
    Eine anfangs ganz leichte Krümmung des Glieds, entweder nach oben oder nach unten, kann ebenfalls beobachtet werden.
  • Der Mann kann eventuell auch ein Schrumpfen des Penis, vor allem des Umfangs, bemerken.
  • Schliesslich kann der Mann beim Abtasten auch faserige Plaques, im allgemeinen an der Unterseite des Glieds, wenn der Penis nicht erigiert ist, feststellen.
Gemäss einer Studie von 307 Fällen, ist eine dorsale Deformation in 45,6 % und eine laterale in 29,3 % der Fälle festzustellen.
Die Krümmung des Penis war geringer als 30 Grad bei 42,7 % der Patienten, 31 bis 60 Grad bei 38,8 % und über 60 Grad bei 18,6 %.